Das Geheimnis dauerhaft erfolgreicher Teams ist entschlüsselt!

Es gibt unüberschaubar viele Tipps und Methode, wie sich die Zusammenarbeit in Teams angeblich verbessern lässt. Dabei sind es – wissenschaftlich betrachtet – vor allem 3 Faktoren, die ein Dream-Team ausmachen.

Was macht ein perfektes Team aus?

Dieser Frage wollte Google mit dem internen Projekt "Aristoteles" auf den Grund gehen. Dazu wurden rund 70.000 Angestellte in mehreren tausend Teams unter die Lupe genommen – mit auf den ersten Blick ernüchternden Ergebnissen: Weder die Fähigkeiten noch das Wissen oder die Motivation der einzelnen Teammitglieder schien einen signifikanten Einfluss darauf zu haben, ob ein Team dauerhaft erfolgreicher war als andere. 

In wie weit sich die Intelligenz der einzelnen Gruppenmitglieder auf die Kollektive Intelligenz eines Teams auswirkt untersuchten auch die Verhaltensforscherin Anita Woolley und der Managementprofessor Thomas Malone – ebenfalls mit ernüchternden Ergebnissen: Die beste Gruppe ist weder die mit der höchsten Durchschnittsintelligenz noch die, in der die »schlauste« Person sitzt, also die mit der höchsten individuellen Intelligenz. Statt dessen entdecken die Wissenschaftler ein i.d.R. vernachlässigtes Phänomen: die kollektiven Intelligenz. Es reicht eben nicht, nur die besten oder schlausten Köpfe für sich zu gewinnen.

1+1 = 3 ... vielleicht

Wovon es insgesamt abhängt, ob wir ein Dream-Team oder doch nur nur ein Durschnitts-Team formen, wird in einem sehr lesenswerten Artikel von Perspektive Daily ausführlich erörtert (zum Artikel), dessen wichtigste Ergebnisse ich hier kurz zitiere:

 

1. Ausgewogene Verteilung der Redezeit im Team

"Auf Platz 1 der Zutatenliste für die besten Gruppen steht keine Fähigkeit oder Charaktereigenschaft der einzelnen Mitglieder, sondern etwas, das nur in Gruppen untersucht werden kann: die Verteilung der Redezeit. Je ausgeglichener diese zwischen den Mitgliedern verteilt ist und je häufiger Sprecherwechsel stattfinden, desto erfolgreicher die Gruppe. Dominiert eine Person die Diskussion, sinkt die Leistungsfähigkeit der Gruppe rapide"

 

2. Gefühlte Sicherheit

"Die Frage, »ob« Teams dazulernen, ist schnell beantwortet: Ja, Gruppen können aus den eigenen Fehlern lernen. Allerdings nur, wenn die Mitglieder das Gefühl haben, sich kritisch äußern zu können. Ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren, ohne Angst haben zu müssen, ausgegrenzt zu werden, weil sie »dumme Fragen« stellen oder Kritik äußern."

 

3. Emotionale Fähigkeiten der Teammitglieder / Theory of Mind

"Teams schneiden besonders gut ab, wenn ihre Mitglieder die Emotionen anderer Menschen lesen können. Eine Studie untersuchte beispielsweise neu gebildete Teams gemeinnütziger Organisationen. Deren Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, ist für knapp 30% (!) der unterschiedlichen Team-Leistungen nach einem Jahr verantwortlich. Je höher die durchschnittlichen emotionalen Fähigkeiten der Team-Mitglieder, desto besser die Leistung des jeweiligen Teams. Diese Fähigkeit ist Teil des Konzepts der sogenannten »Theory of Mind« und beschreibt unser Vermögen, uns in die Lage anderer zu versetzen. Nur weil wir dazu in der Lage sind, funktionieren wir in Gruppen und im sozialen Austausch." 

 

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Empathie hat man, mehr oder weniger strak ausgeprägt ... aber "Theory of Mind" ist ein Konzept, das lern- und trainbar ist. Unter der Überschrift "Wir haben die Kommunikation im Arbeitsalltag zum Besseren gewendet" haben wir anlässlich des 40-jährigen Structogram-Jubiläums ganz unterschiedliche Erfolgsgeschichten "powered by Structogram" zusammengetragen – schauen Sie doch einfach mal rein und lassen sich inspirieren – vielleicht finden Sie ja konkrete Anregungen für Ihr Team bzw. Ihr Unternehmen:  >>> zu den Erfolgsgeschichten