Teamarbeit – toll oder tödlich für die Motivation?

1+1 = 3 – das ist die optimistischer Erwartung an Teamarbeit. Gut gedacht, klappt aber oft nicht.

 Statt „Ergänzung“ sind häufig eher Abgrenzung, Konflikte und manchmal sogar Mobbing, die den Teamalltag für viele Menschen kennzeichnen. Denn neben gemeinsamen Zielen und einer guten Organisation gibt es einen oft vollkommen unterschätzten Faktor, der maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg bei der Teamarbeit entscheidet: Die individuelle Persönlichkeit der Teammitglieder.

 

Die Kooperationsbereitschaft in einem Team steht in einem direkten Zusammenhang mit der gegenseitigen Sympathie der Teammitglieder. Einfach ausgedrückt: Je sympathischer sich die Teammitglieder sind, desto besser klappt es auch mit der Zusammenarbeit. Und genau da kommt unsere individuelle Persönlichkeit in´s Spiel, denn Sympathie entsteht vor allem durch Ähnlichkeit: Wir mögen vor allem Menschen, die so sind wie wir. Und genau da schießt sich die Idee der Teamarbeit selbst ins Knie: Denn wenn wir Ergänzung wollen, brauchen wir eine hohe Verschiedenartigkeit der Teammitglieder. Wenn aber die Teammitglieder sehr verschieden sind, wächst die Gefahr von Konflikten und statt gegenseitiger Sympathie kann schnell Antipathie entstehen – ein Teufelskreis!

 

Ein wesentlicher Schlüssel zum Teamerfolg liegt daher in der Fähigkeit, persönliche Gegensätze der einzelnen Teammitglieder „unter einen Hut“ zu bringen und eine gute Kommunikation im Team zu ermöglichen: Die Eigenarten anderer Menschen also solche erkennen, sie anzuerkennen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten darauf eingehen; das ist die Grundvoraussetzung, damit die gewünschten Synergien sich in der Praxis einstellen – aber das gelingt meistens nicht von allein! Der Grund dafür sind unsere, oft unbewussten, Erwartungen aneinander und unsere Vorurteile, denn diese Vorurteile sind für uns gefühlte Wahrheiten. Der Weg zu einem besseren Miteinander führt über ein besseres Verständnis der bestehenden Vorurteile, eine Anpassung unserer Erwartungen und eine fehlertolerante Kommunikationsstrategie. 

 

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