Arbeiten 4.0: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Ergebnisse des BarCamps „Arbeiten 4.0“ der Bertelsmann Stiftung*

"Auf Einladung der Bertelsmann Stiftung diskutierten am 3. Juni 2015 rund 160 Experten aus Wirtschaft, Wissen- schaft und Politik auf einem BarCamp in Berlin über die Zukunft der Arbeit in einer digitalisierten Welt. Ausgangspunkt der Debatten in den Camp-Sessions war die Erkenntnis, dass in Deutschland noch allzu oft über Digitalisierung theoretisiert wird, ohne dass substanzielle Fortschritte bei der digitalen Transformation erkennbar sind. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Bundesrepublik als digitaler Standort im internationalen Vergleich immer weiter zurückfällt.

 

Zugleich wurde in vielen Diskussionsbeiträgen hervorgehoben, dass sich Arbeiten 4.0 nicht auf die Technisierung der Arbeitswelt im Sinne einer Industrie 4.0 reduziert. Im Zentrum der Debatte über die Arbeit der Zukunft stand der gesellschaftliche Wertewandel mit dem Wunsch nach stärkerer Partizipation, individueller Lebens- und Arbeitsgestaltung sowie Sinnhaftigkeit der Arbeit.

 

Auf Basis der Ergebnisse des BarCamps Arbeiten 4.0 wurden u.a. die folgenden Themenbereiche als entscheidend für das Überleben  in der digitalen Transformation betrachtet:

 

  1. Mitarbeiterorientierung: Mitarbeiter sind nicht nur Kostenfaktoren, sondern auch eine unglaublich wertvolle Quelle von Ideen. In der digitalisierten Marktwirtschaft steigt der Wettbewerbsdruck. Ein Überleben ist nur möglich, wenn man sich die vielen Ideen der Mitarbeiter zur Verbesserung des Geschäftsmodells zunutze macht und sie dafür entspre- chend vergütet.
  2. Führung: Diese beiden Punkte sowie die durch die sozialen Medien vervielfachten Möglichkeiten der Kommunikation erfordern ein neues Verständnis von Führung. Moderne Führung geht einher mit fehlenden Hierarchien, temporären aufgabenbezogenen Netzwerken, situativer Kommunikation sowie einem Gleiche-unter-Gleichen-Selbstverständnis. „Entscheidungen“ sind nur noch logische Schlussfolgerungen der Bewertung von Rahmenbedingungen der Entscheidung durch das Team.
  3. Weiterbildung: Für den geübten Umgang mit digitalen Tools und Techniken bedarf es einer Erweiterung der Bildungs- und Weiterbildungscurricula.  Während die digitalen Innovatoren eines Unternehmens sich die entsprechenden Kompetenzen selbst aneignen, bedarf es für die große Mehrheit der Angestellten einer Hinführung zur Nutzung dieser Mittel. Nicht zu vernachlässigen ist dabei die mit der Kollaboration und der Sharing Economy einhergehende Änderung des wirtschaftlichen Wertekanon weg von Egoismen  hin zur Teamorientierung und Sinn-Stiftung."

 

Die vollständige Ergebnis-Dokumentation erhalten Sie als PDF unter: http://www.rolandpanter.de/wp-content/uploads/2015/11/BST_BarCamp_11digital.pdf

 

Darüber hinausgehende Informationen zu „Arbeiten 4.0“ unter: http://www.arbeiten4punkt0.org/

 

 

* Quelle: http://www.rolandpanter.de/wp-content/uploads/2015/11/BST_BarCamp_11digital.pdf

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